Landwirtschaft · Seit 2014

Balandize Kimeze

Unterstützung der aufgehenden Saat. Eine Gruppe von Kleinbäuerinnen, die gemeinsam wirtschaftet – vom neuen Gehege bis zum Garten hinter dem Haus.

Der Name bedeutet: Solange die Saat im Boden ruht, ist nicht viel zu tun. Erst wenn sie aufgeht, kann das Wachstum unterstützt werden. Die Fotos stammen vom Besuch im Februar 2024 und vom Treffen im April 2025.

01 — Die Gruppe

Überwiegend Frauen, seit 2014

Balandize Kimeze nennt sich eine Gruppe von überwiegend Frauen, die durch Kooperation und Wissensaustausch die Erträge ihrer kleinbäuerlichen Landwirtschaft verbessern wollen. Die Mitglieder halten Hühner und Schweine und bauen Grundnahrungsmittel wie Mais, Bohnen, Kartoffeln und Kassava an – überwiegend für den Bedarf ihrer Familien.

Mitgliederinnen von Balandize Kimeze sitzen im Kreis auf blauen Stühlen unter Bananenstauden und sprechen miteinander.
Gruppentreffen im Schatten, Februar 2024
Die Gruppe sitzt mit Unterlagen unter Bäumen, im Hintergrund eine Ziegelmauer.
Notizen und Austausch
Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer sitzen auf Plastikstühlen zwischen Bananenstauden.
Im Kreis
Frauen der Gruppe lesen Papiere, während sie im Freien zusammensitzen.
Unterlagen
Die Runde sitzt nebeneinander, vor ihnen liegen Ziegelsteine auf dem Boden.
Neben der Baustelle
Eine Teilnehmerin spricht und hält Papiere, die anderen hören zu.
Im Gespräch

02 — Das Gehege

Neubau nach dem Neustart

Seit Ende 2021 wurde eine gemeinsame Hühnermast betrieben. Eine Teilnehmerin stellte eine Fläche zur Verfügung. Mit Unterstützung durch SOLI entstand ein provisorisches, überdachtes Gehege für 120 Küken. Nach 8 bis 10 Wochen sollte der Verkauf der schlachtreifen Hühner neuen Besatz, Futter, Medikamente und einen kleinen Überschuss tragen.

Die ersten beiden Besätze erreichten das Ziel einigermaßen. Der dritte fiel im Sommer 2022 mit den Preissteigerungen für Futtermittel zusammen. Das Futter war nicht mehr bezahlbar, die Hühner mussten notverkauft werden. Der Neustart läuft seit Anfang Februar 2024 – mit neuem Kükenbesatz, Futter und einem größeren Gehege an einem für die Teilnehmerinnen besser erreichbaren Ort.

Zwei Männer mauern an einem niedrigen Ziegelbau, davor eine Schubkarre mit Mörtel und Bananenstauden im Hintergrund.
Das neue Gehege im Bau, 20. Februar 2024
Ein Maurer steht auf einem Holzgerüst und setzt Ziegel auf die Mauer des Geheges.
Ziegel für Ziegel
Ein Mann steht auf der frisch gemauerten Ziegelwand, sein Schatten fällt auf die Fassade.
Die Mauer steht
Eine Henne mit Küken läuft über den Hof zwischen Ziegelhäusern und Bananenstauden.
Hof zwischen den Ställen
Eine bunte Hühnerschar pickt Futter vom Boden.
Fütterung
Hühner in Weiß, Schwarz und Braun stehen um eine Futterstelle.
Die Schar
Hühner verteilen sich über den sandigen Hof.
Auf dem Hof

03 — Drinnen

Kohlebecken und neuer Raum

Im Inneren des Ziegelbaus liegt eine hölzerne Plattform mit einem Kohlebecken – der vorbereitete Raum, den die Gruppe beim Besuch gezeigt hat.

Zwei Frauen stehen in einem unverputzten Ziegelraum neben einer hölzernen Plattform.
Besichtigung des Innenraums
Zwei Frauen betrachten ein Kohlebecken, das auf einer mit Papier belegten Holzplattform steht.
Das Kohlebecken
Ein Tontopf mit Holzkohle steht auf Steinen in der Mitte einer Holzplattform.
Bereit zum Anfeuern

04 — Hof und Garten

Was neben der Hühnermast wächst

Geplant ist ein Permakultur-Workshop für die Gruppe. Alle Mitglieder sind Kleinbäuerinnen und würden von individueller Beratung profitieren. Ziel ist, dass die Kursabsolventinnen das Erlernte weitergeben. Auf dem Hof stehen schon Bananen, Gemüsebeete, Schweine und Kaninchen.

Bananenstauden mit jungen Pflanzen am Fuß, der Boden ist mit trockenen Blättern bedeckt.
Bananenhain hinter dem Haus
Gemüsereihen wachsen zwischen Bananenstämmen auf gemulchtem Boden.
Gemüse zwischen den Bananen
Zwei Schweine schauen durch ein Gitter aus Baustahl in ihrem Stall.
Schweinemast
Weiße Kaninchen fressen Grünzeug in einem Holzstall.
Kaninchenstall